CD: Schiller – Atemlos

Um Kraft und die nötige Inspiration für sein neues Werk zu schöpfen begab sich Christopher von Deylen auf eine Reise mit dem Forschungsschiff Polarstern durch die eisig kalte Arktis. Was dabei herausgekommen ist kann man auf der im März 2010 veröffentlichten Doppel-CD Atemlos nicht nur hören sondern viel mehr erfahren und spüren. Geprägt von sphärischen Klängen, düsteren und schweren Klangteppichen arbeitet Schiller auf seinem elften Album mit neuen, spannenden Sounds und Samples. Ich muss allerdings zugeben, erst nach dem zweiten und dritten Hören der beiden Silberlinge habe ich den vollen Zugang zu Schillers phantastischer Klangwelt gefunden, was mir bei seinen früheren Alben gleich beim ersten Anlauf gelang. Alles in allem handelt es sich bei Atemlos aber wieder um ein typisches Machwerk mit eindeutiger Handschrift von Schiller, nichts wirklich Neues aber auch nichts Langweiliges. Von Deylen gelingt es scheinbar immer wieder den Hörer Weiterlesen →

CD: Peter Gabriel – Scratch my back

In seinem 8. Studio-Album interpretiert Peter Gabriel unter anderem Songs von den Legenden Lou Reed (‘The Power Of The Heart’), David Bowie (‘Heroes’) und Neil Young (‘Philadelphia’). Insgesamt scheint der 60 jährige Brite nach seiner langen Schaffenspause ruhiger geworden zu sein. Fast schon eintönig hinter einander gereiht wirken die zwölf Tracks. Eher poetisch, Text gestützt als musikalisch plätschert sein „Sprechgesang“ eintönig daher, zumeist von Klavier und Streichern begleitet, fast schon psychedelisch. Drums und E-Gitarren sucht man auf diesem Album vergeblich. Scheinbar nur was für eingefleischte Gabriel-Fans. Musikalisch konnte Weiterlesen →

CD: Porcupine Tree – Coma Divine

Die 1987 von Steven Wilson in England gegründete Progressive Rock Band Porcupine Tree bringt 1997 die Live-CD Coma Divine raus. Im Jahre 2003 erscheint zusätzlich die Special Edition, die mit 14 Tracks ein paar bisher unveröffentlichte Stücke enthielt. Wikipedia schreibt über Porcupine Tree: Ihre Musik ist getragen von starker Melodiearbeit und hoher Detailverliebtheit, die nicht nur die Instrumentalität, sondern auch die Songstruktur umfasst. Und das bringt die Sache ziemlich genau auf den Punkt. Coma Divine ist mehr ein Werk als bloß eine Audio-CD, Steven Wilson (Gitarre/Gesang), Richard Barbieri (Synthies), Colin Edwin (Bass), Gavin Harrison (Drums) und die Konzertunterstützung John Wesley (Gitarre/Gesang) erzählen eine Geschichte, entführen den Zuhörer musikalisch auf eine Reise in eine phantastische Welt. Dabei hört man den Einfluss ihrer scheinbaren Vorbilder Pink Floyd recht deutlich heraus, allerdings nicht abkupfernd, eher weiter entwickelnd. Die Texte von Porcupine Tree befassen sich mit politischem Zeitgeschehen und sind sozialkritisch. Weiterlesen →