Rundwanderweg

Arcen

Die Meteorologen hatten für den heutigen Dreikönigstag kaltes aber klares und sonniges Winterwetter vorhergesagt. Perfektes Wetter also um auf einem kleinen Rundwanderweg das neue Outdoor-Equipment zu testen. Wandern kann man schließlich bei jeder Jahreszeit und die müden Knochen werden es mir nach den Weihnachtsfeiertagen sicherlich danken.

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Was genau möchte ich heute testen? Gleich Dreierlei:

Bereits im vergangenen Sommer hatte ich mir als Ersatz und Nachfolger für meinen GPS Logger Holux M-421 einen Garmin gpsmap 64st angeschafft. Dieses hochwertige Stück Technik sollte ab diesem Zeitpunkt nicht nur die Aufgabe des GPS Loggens übernehmen sondern mich auch in der Fremde und besonders im freien Gelände stets sicher ans Ziel bringen. Bisher hatte ich allerdings noch nicht die Gelegenheit, das Gerät über die Funktion eines einfachen Koordinaten-Loggers hinaus zu testen, was sich heute ändern sollte.

Des Weiteren befinden sich seit einigen Tagen endlich ein paar neue Wanderstiefel in meinem Besitz. Die Lowa Renegade GTX Mid schrien also ebenfalls nach einem ersten Einsatz im freien Gelände.

Last but not least hatte ich vor einigen Tagen bei meiner Internet-Recherche nach geeigneten Quellen für Outdoor Touren insbesondere nach Rad- und Wandertouren ein Online-Portal für den Outdoor-Profi entdeckt. Auf Outdooractive hat der Outdoor-Freak demnach die Möglichkeit Touren aus einem sehr reichhaltigen Angebot zu suchen, vergleichen und zu downloaden. Unter der Rubrik Wandern werde ich auch sehr schnell fündig und lade mir eine pdf-Datei nebst gpx-File für meinen Garmin herunter. Ein kleiner Rundwanderweg im Deutsch-Niederländischen Grenzgebiet bei Arcen und Walbeck mit einer Länge von insgesamt 14.5 Kilometern schien mir für den Anfang als praktikabel.

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Wie der geneigte Leser spätestens an dieser Stelle unschwer erkannt haben wird, geht es in diesem Artikel weniger um die Fotografie als mehr um das Thema Outdoor-Aktivitäten. Natürlich durfte die Kameraausrüstung bei einer solchen Unternehmung nicht fehlen. Im Fotorucksack vertreten waren daher als schweres Gerät (schließelich will man ja auch was auf dem Rücken tragen 😀 ) die Nikon D800 mit dem Nikon 24-70/2.8, dem Nikon 70-200/2.8 sowie dem Sigma 35/1.4. Als Leichtgewicht verschwand zusätzlich die kleine Sony RX 100 III (meine letzte Neuerwerbung) in meiner Jackentasche.

Auch die anderen Ausrüstungsgegenstände waren schnell gepackt und im Auto verschwunden. Zirka 70 Kilometer trennten mich jetzt noch vom trauten Heim und dem Parkplatz im niederrheinischen Spargeldorf Walbeck, als Startpunkt der kleinen ‚Polarexpedition‘ 😀

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Um punkt 13.00 Uhr geht es dann los, zunächst durch ein kleines Waldstück, dann vorbei an kleinen Seen und Wildpferdegehegen, eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch, ein bisschen Skandinavien-Flare inklusive. Dann geht es weiter über die grüne Grenze, vorbei an einer sich offensichtlich im Bau befindlichen Ferienhaussiedlung (schade um die schöne Landschaft!), die Gegend ist immer noch Menschenleer.

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Am Maas-Ufer laufe ich in Richtung der niederländischen Festungsstadt Arcen, auf der anderen Flussseite liegt das urige Dörfchen Broekhuizen, das man mit einer Fähre erreichen kann. Ich folge weiterhin dem Track, der mir das GPS-Gerät vorgibt, vorbei an der Brauerei Hertog Jan (das Bier probiere ich dann beim nächsten Mal). Die Sonne nähert sich mehr und mehr dem Horizont und glitzert dabei farbenprächtig auf der Wasseroberfläche des Flusses. In Arcen angekommen, sieht man zum ersten Mal, dass die Maas zurzeit Hochwasser führt. Einige Bereiche des Ufers unterhalb des alten Mautturmes liegen unter Wasser.

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Nun drängt die Zeit ein wenig und ich muss mich etwas beeilen, wenn ich vor Einbruch der Dunkelheit wieder den Walbecker Parkplatz erreichen möchte, wo mein Auto auf mich wartet. Mit erhöhtem Schritttempo geht es dann weiter, vorbei an dem prächtigen Schloss Kasteeltuinen Arcen, das gerade restauriert wird und somit leider kein gutes Fotomotiv abgibt. Danach verlasse ich das urbane Gebiet und tauche wieder tief in die niederländischen Wälder ein, dessen schlammige Wege eher an einen Cross Parcours als an einen Wanderpfad erinnern, der Wintereinbruch neulich hat tiefe Spuren hinterlassen. Tja, dann werden die neuen Wanderschuhe jetzt wohl erstmal getauft, Umtausch ausgeschlossen! Nach einigen wenigen Kilometern erreiche ich die mir bereits bekannten Seen und gelange schließlich bei einsetzender Dunkelheit gerade noch rechtzeitig das Auto. Ein wenig erschöpft und durchgefroren ziehe ich während der Autofahrt zurück ins heimische Rhede mein Fazit:

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Die Lowa Renegade GTX Mid verdienen absolut den Namen Wanderschuhe, ich kann dieses Modell (zum momentanen Zeitpunkt) uneingeschränkt empfehlen. Meinen Füßen geht es ganz hervorragend, sie fühlen sich nicht nach einem derartigen Marsch an. Wichtiger Tipp für den Kauf: Nicht im Internet bestellen sondern unbedingt vorher anprobieren und mindestens eine halbe Nummer, besser eine ganze Nummer größer kaufen!

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Der ausgewählte Rundwanderweg aus dem Outdoor-Portal Outdooractive hat ebenfalls meinen kleinen Test mit dem Prädikat ‚Absolut empfehlenswert‘ bestanden. Die Beschreibung der Route so wie alle weiteren Angaben passten zu 100% auf die tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort. Das wird sicherlich nicht die letzte Tour gewesen sein, die ich über Outdooractive ‚buchen‘ werde.

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Last but not least, auch der Garmin gpsmap 64st hat mich voll und ganz überzeugt. Das Gerät konnte die GPX-Datei, die mir Outdooractive lieferte, ohne Probleme lesen und auf dem Farbdisplay anzeigen. Ich hatte selbst im tiefsten Wald einwandfreien GPS-Empfang und wusste an jeder Stelle wo ich mich befinde. Dank dem Reisecomputer des Garmin weiß ich nun auch, dass ich am Ende statt der geplanten 14.5 Km fast 18 Km zurückgelegt habe. Besonders prima finde ich, dass man durch die Scroll- und Zoomfunktion auch stets die Umgebung nach bestimmten Kriterien (Sehenswürdigkeiten, naheliegende Städte, Geschäfte, etc.) absuchen kann. Zugegeben, im Vergleich zu einem simplen GPS-Logger ist der gpsmap 64st wesentlich teurer und als bloßer Logger auch etwas oversized aber als vollwertiges Navigationsgerät das nebenher auch noch Logs schreiben kann jeden Cent wert.

Rundwanderweg-Arcen-Walbeck-II

Am Ende bleibt mir noch zu sagen, es hat eine Menge Spaß gemacht und, wenn man Outdooractive in dem Punkt auch Glauben schenken darf, so habe ich bei der Wanderung auch noch 1093 kcal verbraucht und somit noch was für meine Figur getan.Ich freue mich jedenfalls jetzt schon auf weitere Touren!

Einziger Wermutstropfen: Leider war die Zeit für die Tour etwas knapp bemessen, so dass ich es doch nicht mehr geschafft habe unterwegs im Pannenkoeken Restaurant De Bosrand einzukehren. Also, Notiz an mich: Für die nächste Tour unbedingt mehr Zeit einplanen, dann klappt es auch mit dem leckeren Essen … und ich kann mir überdies hinaus noch ein Stückchen mehr der Fotografie am Wegesrand widmen 😉



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Hallo Webreisender, schön dass Du mich hier besuchst. Mein Name ist Jan Tervooren und ich bin der Photo Freak, Blogger und Fotograf aus Rhede bei Bocholt. In meinem persönlichen Foto-Blog schreibe ich, wie der Name bereits vermuten lässt, über meine größte Leidenschaft, die Fotografie. Meine Lieblingsfotos zeige ich auch in meiner Fotogalerie kuntabunta.

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