Garzweiler

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Neulich war ich zufällig in der Nähe des Braunkohleabbaugebietes Garzweiler. Da ich ein wenig Zeit und natürlich, wie so oft auch meine Kamera im Gepäck hatte, beschloss ich einen kurzen Abstecher dorthin zu machen und mir den Braunkohletagebau einmal näher anzusehen. An diesem Tag schien die Sonne und der Himmel war bis auf einige kleine Schleierwolken strahlend blau. Nach kurzem Suchen hatte ich auch einen der vielen, extra vom RWE eingerichteten Aussichtspunkte gefunden. Tatsächlich konnte man von dort einen großen Teil eines der vielen Abbaugebiete überblicken. Ich packte die Nikon D800 aus, schraubte das Nikon 70-200 auf und setzte die Apparatur auf das Manfrotto-Stativ. Trotz des klaren Wetters war die Luft über der riesigen Grube allerdings sehr diesig, was auch kein Wunder war, verdunstete schließlich jede Menge Feuchtigkeit aus der frisch umgepflügten Erde über dem Terrain. Den Rest erledigte der Staub, der bei der Förderung der Monsterbagger aufgewirbelt wurde. Es ist schon gewaltig, welch Aufwand betrieben wird, um ein bisschen Braunkohle aus dem Boden zu ernten, das gesamte Areal sah aus, wie eine riesige Mondlandschaft. Erschreckend, wie viele Dörfer dafür dem Erdboden gleichgemacht werden mussten und wie viele Menschen und Tiere dafür Ihr zu Hause verloren haben. Wideraufforstung und Renaturalisierung nachdem die Bagger weitergezogen sind dürften da nur ein ganz schwaches Trostpflaster für Mensch und Natur sein. Am Horizont konnte man die gewaltigen Braunkohlekraftwerke erkennen, deren Nahrung hier aus dem Loch geholt und direkt mithilfe von kilometerlangen Förderbändern angeliefert werden. Den Kontrast dazu bildete ein Windkraftpark, auf der rechten Seite, ein Zeichen, dass es auch anders gehen kann.

Abends wieder zu Hause angekommen ging es dann an die Nachbearbeitung. Insgesamt erschienen mir die Fotos aus fotografischer Hinsicht anfangs nicht besonders spektakulär doch als ich die ersten Bilder fertig entwickelt hatte, sah man erst die vielen verschiedenen Brauntöne der Erde mit ihren feinen Farbabstufungen. Ganz schwach, in weiter Ferne am Horizont konnte ich auch erst am Rechner die vielen Zugvögel in ihren Formationen entdecken. Erstaunlich, wie viele Details so ein Foto am Ende doch hergibt. Es bedarf jedoch einiges an Nachbearbeitung, da ich leider meinen Polfilter vergessen hatte.

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Hallo Webreisender, schön dass Du mich hier besuchst. Mein Name ist Jan Tervooren und ich bin der Photo Freak, Blogger und Fotograf aus Rhede bei Bocholt. In meinem persönlichen Foto-Blog schreibe ich, wie der Name bereits vermuten lässt, über meine größte Leidenschaft, die Fotografie. Meine Lieblingsfotos zeige ich auch in meiner Fotogalerie kuntabunta.

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