St. Peter-Ording

Nach meinem fast einwöchigen und völlig ungeplanten Krankenhausaufenthalt Ende Oktober war es allerhöchste Zeit für ein paar Tage Erholung. So traf es sich ganz vorzüglich, dass wir bereits vor einigen Wochen ein Hotel in St. Peter-Ording gebucht hatten. Am frühen Donnerstagmorgen brachen wir in Richtung Nordsee auf, der dichte Verkehr und die zahlreichen Dauerbaustellen auf der A1 nervten wie immer und nach gut fünf Stunden Fahrtzeit erreichten wir bei einbrechender Abenddämmerung die Küste im Hohen Norden.

Das Strand Gut Resort in unmittelbarer Strandnähe erwies sich als wahrer Glückgriff: Wir bekamen ein kleines, sehr gemütlich eingerichtetes und vor allem sauberes Zimmer in der obersten von vier Etagen zugewiesen (womit auch schon mal die Möglichkeit der Lärmbelästigung um 50% eingeschränkt war). Das gesamte Hotel war sehr modern und stylish eingerichtet und das Personal sehr freundlich. Im Empfangsbereich gab es eine großzügig und hell gestaltete Tee-Lounge in der große Sofas zum gemütlichen Chillen oder Lesen einluden. Die Hotel eigenen Teesorten (wirklich köstlich, werde wohl mal öfter Tee trinken) konnten hier zudem kostenlos genossen werden. Am anderen Ende des kleinen Hotels lag das Restaurant Deichkind mit Rundumblick auf die Dünen, das ebenfalls sehr einladend und stylish wirkte. In allen unteren Bereichen lief coole Chillout-Mucke. Das Publikum war bunt gemischt, Familien mit Kindern, jüngere und ältere Pärchen, die wie wir ein paar Tage Entspannung suchten und den Hoteleigenen Wellnessbereich sowie das Schwimmbad nutzen wollten. Alles richtig gemacht!

Sogar das Wetter spielte an diesem Wochenende mit, bis auf einen leichten Nieselregen am Anreisetag und ein paar kleineren Schauern in den Nächten war es trocken und zum Teil sogar sonnig, das perfekte Wetter für reichlich Bewegung am Strand wo man die frische Seeluft einsaugen konnte. So verbrachten wir die vier Tage auch größtenteils draußen und legten mindestens 50 Km per Pedes zurück!

Wer nun glaubt, im November sei nichts mehr gedroschen am Strand der irrt aber gewaltig. Wir brachen immer gleich morgens früh, direkt nach dem Frühstück auf und marschierten in Richtung Strand um schon vor dem großen Andrang der Besuchermassen die an diesem Wochenende Ähnliches im Sinn hatten wie wir die frische Morgenluft genießen zu können. So bestand auch die Möglichkeit ein paar Fotos von leeren Strandabschnitten zu machen. Irgendwann war es dann vorbei mit der Ruhe am Strand, zur Mittagszeit und vor allem am Nachmittag, als hätte jemand die Bustüren geöffnet, strömten Hunderte von Menschen, wie magisch vom Wasser- und Wellentreiben angesogen auf die Kilometer langen und breiten Nordseestrände zu, kaum auszumalen wie es hier im Hochsommer zur Sache geht. Zahlreiche Kite-Surfer und Kite-Buggys rundeten das Bild ab.

Am Samstagmorgen brachen wir noch schnell zum obligatorischen Besuch des Leuchtturms in Westerhever auf (natürlich auch um ein paar Fotos zu machen), dessen Nebengebäude allerdings zu meiner Enttäuschung in Baugerüste und Folie gehüllt waren. Erstaunt waren wir allerdings, als wir die Infotafel vor dem Turm lasen, der gesamte Stahlkorso wurde von der Isselburger Hütte angefertigt und geliefert, ein Stück Heimat im hohen Norden!

Am Samstagabend, nachdem wir tagsüber pro forma schon mal ein paar Kalorien extra abgearbeitet hatten, durften wir uns auf ein erstklassiges Dinner-Buffet im Hotelrestaurant Deichkind freuen, die Köche präsentierten uns eine sehr vielseitige Auswahl an Antipasti, Fleisch- und Fischgerichten und Nachspeisen, absolut köstlich und sehr zu empfehlen. An den Abenden davor sowie an den Nachmittagen hatten wir unseren durch die kräftige Seeluft verstärkten Hunger jeweils in einem der zahlreichen aber auch sehr zu empfehlenden Restaurants an der Strandpromenade gestillt. So lag beispielsweise ein sehr guter und vor allem unschlagbar günstiger Italiener direkt gegenüber unseres Hotels in dessen beheiztem Biergarten wir regelmäßig kleinere Snacks und vor allem Fischbrötchen mit frischen, regionalen Fischspezialitäten genossen.

Alles in allem war das ein wirklich wunderschönes Wochenende und ein absoluter Geheimtipp für die Erholung in der Nachsaison! St. Peter-Ording und das Strand Gut Hotel werden uns bestimmt wieder sehen … P.S.: Ich hatte an diesem Wochenende ‘nur‘ meine Nikon D300s mit 16-85 sowie einem Sigma 10-20 Weitwinkel und die kleine Fujifilm x10 mit dabei.

 



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Hallo Webreisender, schön dass Du mich hier besuchst. Mein Name ist Jan Tervooren und ich bin der Photo Freak, Blogger und Fotograf aus Rhede bei Bocholt. In meinem persönlichen Foto-Blog schreibe ich, wie der Name bereits vermuten lässt, über meine größte Leidenschaft, die Fotografie. Meine Lieblingsfotos zeige ich auch in meiner Fotogalerie kuntabunta.

3 Kommentare

  1. Hallo Jan,
    in St. Peter-Ording war ich auch schon, und ein Freund von mir ist dort auch regelmäßig und macht Fotos. Schöne Fotos hast du gemacht – vor allem die Schwarz-weiß-Bilder gefallen mir gut.
    Viele Grüße, Ulf

    • Hallo Ulf,

      ich habe mir Deine Fotos aus dem schönen St. Peter-Ording angesehen, tatsächlich schwer zu erkennen, dass sie dort aufgenommen wurden aber ich finde diesen Schwarz-Weiß-Stil wirklich ganz toll! Ich glaube, ich werde mir dieses Silver Efex Pro mal genauer ansehen müssen 😉

      VG
      Jan