Das tote Pferd

Kennt Ihr eigentlich das uralte, indianische Sprichwort Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab? Klingt doch zunächst ganz lustig doch wenn man sich diesen Satz noch einmal langsam und genüsslich auf der Zunge zergehen lässt so wird man dabei ziemlich schnell feststellen, dass sich dahinter eine tiefgründige Aussage verbirgt, die keineswegs so trivial ist wie sie zunächst erscheint.

Wie oft wirkt man nicht in der eigenen Firma an teuren und zeitaufwändigen Projekten mit obwohl eigentlich von vorneherein jedem Mitarbeiter bei genauerem Betrachten der Lage klar ist, dass das Vorhaben aus technischen, finanziellen oder organisatorischen Gründen nicht bis zum Schluss realisierbar und/oder schon längst vor die Wand gefahren ist. Dennoch wird beharrlich daran festgehalten, das Pferd ist schon lange tot, aber es wird weiterhin versucht darauf zu reiten. Dabei gibt es immer neue Ansätze und Argumente, nicht von dem toten Pferd abzusteigen und Weiterlesen →

Wenn die Welt ein Dorf wäre

Mit seinem Buch Wenn die Welt ein Dorf wäre warb bereits der Gymnasiallehrer und Buchautor David J. Smith (*1944 in Boston, Massachusetts) für mehr Weltoffenheit und Weltverständnis. Der Designer Toby Ng visualisierte jüngst die Zahlen, Daten und Fakten des virtuellen Einhunderteinwohner Dorfes und gewann damit unter anderem den Red Dot Design Award 2009 sowie den International Design Award 2009 und den HOW International Design Award 2010. Im Folgenden Weiterlesen →

Abend am Rhein

Als ich neulich wieder einmal aus entspannungstechnischen Gründen eine abendliche Tour durch unser schönes Ruhrgebiet drehte, um den Kopf von einem arbeitsreichen Bürotag frei zu bekommen, fielen mir nicht nur die wunderschöne Landschaft, die vielen blühenden Wiesen und Wälder und der herrliche Sonnenuntergang auf sondern auch wie viel schmutzige und stinkende Industrie der Mensch über Jahrzehnte hinweg in diese Idylle gebaut hatte! Durch das verheerende Unglück im Japanischen Fukushima und die daraus resultierenden unzähligen Energiedebatten und Antiatomstromdemos wird man scheinbar tatsächlich sensibler für dieses Thema. Moment, wo kam unser Strom noch gleich her? Ach ja richtig, aus der Steckdose! Daher entschloss ich mich auch an dieser Stelle ein paar Fotos dieser kleinen Tour zu zeigen, auch wenn diese weniger zu meinen fotografischen Highlights zählen, dafür aber umso mehr den industriellen Wahnsinn zeigen. Weiterlesen →

Auf Schimanskis Spuren

Auf Schimanskis Spuren, unterwegs in den Untiefen der Duisburger Industrielandschaft. Schon lange wollte ich mir den Schimanski-Tunnel einmal live und in Farbe ansehen, heute war die Gelegenheit günstig, die staugeplagte A3 war wieder einmal bis zum zerbersten überfüllt und eine Heimfahrt vom Büro drohte zur Geduldsprobe zu werden. Geh fott mit dem Stau, runter von der A3, schnurstracks immer den qualmenden Schloten entgegen, der Matena-Tunnel war nicht weit. Besonders große Erwartungen hatte ich allerdings nicht, ein ganz normales, kurzes Stück Tunnel eben, auch wenn dieser Schauplatz in vielen Kult-Tatort-Folgen mit meinem Lieblings-Kommissar Horst Schimanski war. Weiterlesen →

Wie deutsch kann man sein?

Mit großem Interesse verfolge ich seit einiger Zeit das musikalische Treiben eines Deutschrockers, der mit Titeln wie Wer soll das alles ficken? Scheiß auf die Disco! Wie deutsch kann man sein? die Bühnen rockt. Die Rede ist von Sebel van den Nijhoff. Sebel van der Nijhoff heißt mit bürgerlichem Namen eigentlich Sebastian Niehoff und stammt aus Wanne-Eickel, dem Herzen des Ruhrgebiets. Und dazu steht Niehoff: Weisse Hamburg, Berlin, London, Tokyo oder wat dat könnse ja alle … aber schön hier aussem Pott raus … dat hat Stil! In einem aktuellen Videoclip portraitiert sich Niehoff selbst, plaudert ein wenig über seinen musikalischen Werdegang und präsentiert dabei zwei seiner Titel unplugged Weiterlesen →

Varieté auf Kwerfeldein

Das Online-Fotografie-Magazin kwerfeldein hatte wieder einmal seine Leser aufgefordert, jeweils das letzte Foto einzusenden, dass sie (im Internet) veröffentlicht hatten. Insgesamt 364 (Hobby-) Fotografen kamen diesmal dem Aufruf der Redaktion nach und insgesamt 14 Fotos wurden anschließend ausgewählt und im so genannten Varieté auf kwerfeldein präsentiert.

[…] Wie immer ging es uns dabei nicht darum, Siegerbilder zu kühren, sondern einen Blick in die persönlichen Lieblingsbilder der Redaktion zu geben. Wir suchten nicht nach dem Besten der Besten und wenn wir könnten, würden wir hier alle 364 Fotos zeigen […]

Wie auch bei früheren Varieté-Aktionen hatte ich mich auch dieses Mal wieder mit meinem zuletzt veröffentlichten Foto beteiligt und war um so erfreuter, als ich heute morgen die Auswahl der Redaktion durchstöberte – mein Foto ist dabei! Auch wenn man nicht den Geschmack der Redaktion trifft, so finde ich die Aktion dennoch äußerst gelungen und immer wieder spannend, ermöglicht sie es doch jedesmal einen Blick über den eigenen Tellerrand Weiterlesen →

Hotten Hempels

Mit den Hottentotten unter Hempels‘ Sofa! Am vergangenen Samstag stand wieder einmal Live-Mucke auf meinem Programmzettel, der freie Kulturort Alte Molkerei in Bocholt feierte ein rauschendes Jubiläumsfest – 10 Jahre Live-Programm in der Molke! Als musikalische Gäste waren gleich drei Live-Acts angereist: Blizzard – Hardrock aus Wesel, Faltenrock – AC/DC-Coverband aus Wesel und die Hotten Hempels – Punk-Rock aus Münster. Das hörte sich nicht nur in der Vorankündigung nach coolem, rockigen Live-Sound an. Die komplette Fotoserie zu allen drei Weiterlesen →

Klirr Peng!

Was macht knackscharfe Fotos und wenn es runter fällt ist das Objektiv kaputt? Mein wunderschönes Nikon 85mm/1.8 … nu isses hin! Vierhundert Euro in den Sand gesetzt. Grund genug, sich doch langsam mal nach einer adäquaten Versicherung fürs Equipment umzusehen. Tja, was macht man jetzt mit diesem teuren Haufen Schrott? Für die Forschung freigeben? Schmuck für die Freundin basteln? Auf Weihnachten warten und als Weihnachtsbaumschmuck in die Tanne hängen? Vorschläge? Gehört so was eigentlich in den Altglascontainer oder in den gelben Sack?

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Studio-Shooting mit Wind

Am vergangenen Sonntag stand ein kurzfristiges Studio-Shooting mit der Gruppe Wind auf dem Programmzettel. Dazu hatte ich die Möglichkeit, das Fotostudio von Sabrina (Skindreams) und Christian (Pixtura Werbeagentur) zu nutzen, danke Euch beiden noch mal dafür. Es war ein ziemlich entspanntes Shooting, wir hatten eine Menge Spaß und konnten einiges ausprobieren. Hier ein paar Ausschnitte von dem Shooting, mehr oder weniger unbearbeitet, fast ausschließlich out of the cam. Weiterlesen →

Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten

‚Es wird doch langsam mal wieder Zeit für eine interessante Fotoausstellung in unserer Region‘ habe ich erst neulich noch gedacht und prompt folgt heute eine Meldung die gleichermaßen für Fotobegeisterte wie auch für Fans alter Industriekultur im Ruhrgebiet interessant sein dürfte: Vom 18. Juni bis zum 11. Dezember 2011 findet in der Villa Hügel in Essen die Fotoausstellung Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten statt.

Essen. Von keinem Unternehmen, keiner Industriellenfamilie ist wohl eine solche Fülle von Fotografien überliefert wie von Krupp. Erstmals präsentiert die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung in einer Ausstellung die bedeutendsten Schätze dieser ein­zigartigen Sammlung. In 15 Räumen der Essener Villa Hügel, dem ehemaligen Wohnhaus der Familie, werden fast 400 Aufnahmen in aufwändig inszenierten Themenbereichen zu sehen sein. Die Ausstellung schlägt einen Bogen von den Anfängen der Fotografie bis zur zeitgenössischen Fotokunst. Zu sehen sind Familienfotos ebenso wie Weiterlesen →