Schwarzweiß-Fotografie

Wenn ich mal so zurückblicke und mich durch meinen Fotobestand der letzten Monate klicke, so fällt mir eines ziemlich deutlich auf: Die Anzahl der Schwarz-Weiß-Fotografien ist in letzter Zeit enorm gestiegen. Doch warum ist das so? Warum greifen Fotografen in der heutigen Zeit immer noch oder gerade wieder verstärkt zur farblosen Variante? Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich ein wahrer Fan der (digitalen) Schwarzweißfotografie bin. Kontraste kommen einfach stärker zur Geltung, das Foto erhält eine ganz andere Tiefenwirkung, Stimmungen können besser und stärker hervorgehoben werden und der Betrachter kann sich auf das Wesentliche konzentrieren, Details treten stärker in den Vordergrund.

Doch wie gelange ich zu einem digitalen Schwarzweißfoto? Viele Kameras bieten bereits von Hause aus die Möglichkeit, Fotos direkt in Schwarzweiß aufzunehmen. Doch Vorsicht! Sicherlich ist der Schwarz-Weiß-Modus der Kamera eine große Hilfe, eine grobe Vorstellung zu erhalten, ob das anvisierte Objekt auch wirklich schwarzweißtauglich ist doch sollte man diese Einstellung auch ausschließlich für genau diesen Zweck nutzen, das eigentliche Foto sollte anschließend hoch auflösend in Farbe, am besten sogar im RAW-Modus aufgezeichnet werden. Alle weiteren Schritte erledigt man anschließend offline in der Bildbearbeitungssoftware.

 

Viele Wege führen nach Rom

An dieser Stelle möchte ich drei mögliche Methoden aufzeigen, wie man in Photoshop aus einem Farbfoto ein Schwarzweißfoto erstellt. Dazu habe ich ein Foto aus dem Bereich Landschaftsfotografie ausgesucht, dass ich über alle drei Methoden in schwarzweiß wandeln möchte. Am Ende vergleiche ich alle drei Resultate miteinander.

Die erste Variante ist denkbar einfach: Wenn das Farbfoto so weit vorbereitet ist (RAW-Konvertierung, Nachschärfen etc.) wählt man den Menüpunkt – Bild – Modus – Graustufen – fertig!

Die zweite Möglichkeit ist ähnlich simpel: Über das Menü – Bild – Korrekturen – Farbton / Sättigung drehe ich einfach den Regler für die Sättigung auf -100 – fertig!

Der dritte und wohl aufwendigste Weg, aus einem Farbfoto ein ansprechendes Schwarzweißfoto zu generieren funktioniert wie folgt: Zunächst wähle ich den Menüpunkt – Bild – Korrekturen – Schwarzweiß.

Anschließend öffnet sich ein neues Menüfenster, in dem man entweder die Schwarzweißumwandlung nach verschiedenen Vorgaben aus dem Menü auswählen oder aber nach eigenen Vorstellungen einstellen kann. Letzteres geschieht über insgesamt sechs Schieberegler (für Rot, Blau, Grün sowie Gelb, Cyan und Magenta).

Vergleich der Endresultate

Und so sehen die drei erstellten Schwarzweißbilder am Ende aus

(1 – Graustufen, 2 – Entsättigt, 3 – Schwarzweiß-Menü)

Letztendlich ist es Geschmacksache aber ich denke, dass die letztbeschriebene Methode zum besten Ergebnis führt, alleine schon wegen der üppigen Einstellmöglichkeiten. Der Kontrast scheint bei dieser Variante am stärksten zu sein, auch kommen Details besser zur Geltung. Das Bisschen Mehraufwand zahlt sich also aus. Wer mag, kann jetzt noch weiteres Finetuning in Form von Tonwert-, Kontrast- und Helligkeitsanpassungen vornehmen. Weiterhin kann man zum Schluss noch eine leichte Sepia-Tonung vornehmen und die Vignette verstärken, erlaubt ist hier was gefällt. Allerdings ist weniger auch hier wie immer mehr.

Kritik, Anregungen, weitere Ideen und Vorschläge sind wie immer Willkommen!



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Hallo Webreisender, schön dass Du mich hier besuchst. Mein Name ist Jan Tervooren und ich bin der Photo Freak, Blogger und Fotograf aus Rhede bei Bocholt. In meinem persönlichen Foto-Blog schreibe ich, wie der Name bereits vermuten lässt, über meine größte Leidenschaft, die Fotografie. Meine Lieblingsfotos zeige ich auch in meiner Fotogalerie kuntabunta.

2 Kommentare

  1. Danke für die guten Ratschläge. Hoffentlich mache ich auch mal so schöne Fotos wie du. Gerade das Foto mit den Kinderschuhen ist traumhaft.

    Gruß

    Michael