Selbstportrait … erste Gehversuche

Nachdem ich mich nun schon seit längerer Zeit mit dem Thema Portrait-Fotografie beschäftigt und unzählige Bücher und Artikel darüber gelesen hatte, war es allerhöchste Zeit, auch mal in die ersten praktischen Versuche einzutauchen. Um nicht die Nerven meiner Freundin unnötig zu strapazieren und mit der nötigen Ruhe und Konzentration die ersten Gehversuche zu unternehmen habe ich mich kurzer Hand entschlossen selbst als Modell herzuhalten – Selbstportrait war also angesagt. Eines vorweg, es ist gar nicht so einfach sich selbst abzulichten aber man lernt dafür auch gleich beide Seiten kennen, die der Person vor und der hinter der Kamera.

Für die ersten Schritte im Bereich Portraitfotografie sollte am Anfang ein relativ einfaches und günstiges Setup genügen: Ein Hintergrundsystem basierend auf zwei Stativen und einer Querstange mit einem blauen Hintergrundstoff. Ein Blitzkopf mit einer Leistung von 300 Ws, abgefeuert durch einen Durchlichtschirm und der Nikon Systemblitz SB800 mit Diffusorkappe (Jogurtbecher), drahtlos angesteuert – That’s it.

Der Blitzkopf wurde auf Stufe 3.2 runtergeregelt und direkt (per Kabelverbindung) von der Nikon D300s angesteuert. Der SB800 wurde im manuellen Modus auf Stufe 1/16 per Funk ausgelöst. Als Objektiv kam zunächst das Nikkor 16-85/1:3.5-5.6 bei ungefähr 70mm zum Einsatz. Die Verschlusszeiten variierten zwischen 1/160 und 1/320 überwiegend bei Blende 8.  Da sich die hell blaue Farbe des Hintergrundstoffes als vollkommen unbrauchbar für Portraitaufnahmen herausstellte, habe ich die Aufnahmen in schwarz/weiß gewandelt, so erhält der Hintergrund ein angenehmes grau.



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Hallo Webreisender, schön dass Du mich hier besuchst. Mein Name ist Jan Tervooren und ich bin der Photo Freak, Blogger und Fotograf aus Rhede bei Bocholt. In meinem persönlichen Foto-Blog schreibe ich, wie der Name bereits vermuten lässt, über meine größte Leidenschaft, die Fotografie. Meine Lieblingsfotos zeige ich auch in meiner Fotogalerie kuntabunta.

10 Kommentare

  1. Sehr interessant. Und einen ernsten Versuch wert. Aber weisst Du was auch interessant ist? – Selbstporträts sind fast ausschliesslich in s/w. Warum eigentlich?

    • Also für meine hier vorgestellten Selbstportaits kann ich Dir die Frage beantworten (bzw. habe es weiter oben im Text bereits getan): Weil ich eine ganz extrem fiese Farbe für den Hintergrund gewählt hatte, alle Fotos sahen extrem nach Bluebox-Effekt aus ekelhaft … da half nur noch s/w!

      Aber grundsätzlich könntest Du Recht haben … hast Du denn eine Antwort darauf?

  2. Mir gefallen die Selbstportraits sehr gut, ich habe es selbst mal probiert und weiß daher wie schwer das ist. Wenn mal ein gutes vom Blick her dabei war fehlte die Schärfe und wenn die Aufnahme scharf war, waren die Augen zu 😉
    Warum oft SW Aufnahmen gemacht werden, weiß ich nicht, ich hatte damals nur Farbaufnahmen. Das Profilbild, ist auch noch eins von diesen versuchen.

    Gruß und ein schönes Wochenende
    Kalle

  3. Meine Antwort darauf ist, dass hier ausnahmsweise Farbe mal stören und vom Wesentlichen ablenken würde.

    Das erste gefällt mir übrigens am besten. Warum? Querformat trotz Porträt, Reduzierung auf das Wesentliche durch den Beschnitt.

    Nicht gefällt mir das 3. Foto, wo das eine Auge total im schwarzen Loch verschwindet. Eine kleine Änderung (vom Licht her) wäre bestimmt gut, weil das Foto einen leicht diabolischen Hauch hat.

    • Danke für die konstruktive Kritik, so was ist immer willkommen! Ich fand das Foto mit der No. 3 anfangs ziemlich gut, da nur die eine Gesichtshälfte ausgeleuchtet ist aber ich glaube Du hast Recht, etwas mehr Licht dürfte es auf der „dunklen Seite“ schon sein, das Auge verschwindet ja tatsächlich komplett.

  4. Sehr sehr gut gearbeitet, falls das tatsächlich deine ersten Gehversuche in Sachen Porträt waren, dann kann ich nur sagen: Hut ab! Klasse finde ich, dass du das Setup dazu veröffentlichst und auch Deine Werte in Sachen Belichtung. Zwar wird es für die meisten schwierig sein das nach zu arbeiten aufgrund unterschiedlicher Aussattung, aber man kann sich zumindest was vorstellen.

    Meine Frage aber ist: Wie weißt du, ob du richtig fokussiert hast, bzw. wie machst du das??? Diese Frage beschäftigt mich total.

    VG, AnnaLouisa

    • […] Wie weißt du, ob du richtig fokussiert hast […]
      Ganz einfach: Als Anhaltspunkt hatte ich die Lehne des Bürosessels naja und alles Weitere durch Rumprobieren, ständig zwischen Kamera und „Bühne“ hin und her rennen, noch mehr ausprobieren … ein ganz schönes Geduldsspiel 😉

      • Ahh, dankeschön für die Antwort. Ich mache es also ähnlich wie du, es sei denn ich verwende meine Oly, dann über LiveView und Bildschirm rausklappen, das finde ich dann fast schon komfortabel.

        LG, AnnaLouisa

  5. Ach.. tschuldigung… ich hab ganz vergessen zu schreiben: Bild zwei und drei gefallen mir am besten, Bild 3 wegen der sehr interessanten Ausleuchtung.

    VG, AnnaLouisa

  6. Von der Ausdrucksweise finde ich das zweite am besten. Vm schwarz weiß Stil das vierte und vom Zuschnitt das erste 😀

    Ich finde, für den Anfang ist das doch schon mal ein guter Ansatz. Wobei ich das nur als Laie beurteilen kann. Da ich mit Potraitfotografie wiederrum nicht viel am Hut habe.

    Micha