Konzertfotografie

Für mich sicherlich einer der interessantesten und spannendsten Bereiche in der Fotografie ist die Konzertfotografie. Ein audiovisuelles Erlebnis, Musik- und Lichtstimmungen, Emotionen, Musiker und Instrumente im Licht- und Schattenspiel. All das gilt es fototechnisch einzufangen. Doch genau das stellt gleichermaßen Mensch und Maschine vor eine große Herausforderung. Wenig und sich ständig änderndes Licht und Musiker in ständiger Bewegung zum Takt der eigenen Musik erschweren die Arbeit an der Kamera.

Vorbereitung ist in dem Fall das A und O. Informiert Euch zunächst über die Location und die örtlichen Gegebenheiten. Ist fotografieren überhaupt erlaubt? Wie nah komme ich an die Künstler heran? Ist genügend Platz vorhanden? Eventuell sogar für ein (Einbein-) Stativ? Darf ich blitzen oder nicht? (Nicht selten verbieten Veranstalter den Einsatz von Blitzlichtgeräten). Wenn ich alle diese Informationen zusammengetragen habe, packe ich entsprechend meine Ausrüstung: Üblicherweise fotografiere ich in kleineren Clubs, wo auch das Blitzen erlaubt ist. Meine Ausrüstung sieht dann wie folgt aus. DSLR mit einer Auswahl an Objektiven:

Ein Standard-Zoom, eine lichtstarke 35mm und 50mm Festbrennweite, ein 70-200 Tele und, man weiß ja nie, wenn man nah genug an die Musiker heran kommt, ein Weitwinkel 10-20mm. Mein Blitz ist im Gepäck und für alle Fälle ein Einbeinstativ. Genügend Speicherkarten und Akkus für Blitz und Kamera sind selbstredend.  Was auf jeden Fall auch mit im Gepäck sein sollte sind Ohrstöpsel!

Nun geht es ans Eingemachte: Wer schon mal ein paar Versuche unternommen hat, auf einem Konzert zu fotografieren, der kennt den Spagat: Belichte ich zu kurz, ist das Foto natürlich zu dunkel. Setze ich dann einen fetten Blitz ein, ist es zwar ausreichend belichtet aber keine Spur der Bühnenlichtstimmung. Belichte ich hingegen länger, habe ich zwar das bunte Bühnenlicht eingefangen aber die Akteure sind völlig unscharf. Hier muss man sich auf die gegebene Lichtsituation einlassen und am besten schon vor dem eigentlichen Konzert ein paar Testfotos schießen um die passenden Einstellungen zu finden, ein Patentrezept gibt es hier leider nicht. Ganz grob arbeite ich mit einem ISO-Wert, der zwischen 640 und 1000 liegt, der größtmöglichen Blende. Als maximale Verschlusszeit (bei Freihandbetrieb) wähle ich 1/40 Sekunde. Die Blitzleistung regele ich meistens auf -1 1/3 runter. Aber wie bereits gesagt, die Standard-Einstellung gibt es nicht, probiert einfach ein bisschen rum bis Ihr den Kompromiss zwischen Schärfe und Lichtstimmung gefunden habt.  

Besonders reizvoll sind übrigens auch Konzertfotos in schwarz-weiß oder Sepia-Tönen. Erlaubt ist was gefällt, der Phantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt. Wichtig ist in jedem Fall ein sicherer Umgang mit der eigenen Ausrüstung sowie ein gesundes Maß an Experimentierfreude und Kreativität. 



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Hallo Webreisender, schön dass Du mich hier besuchst. Mein Name ist Jan Tervooren und ich bin der Photo Freak, Blogger und Fotograf aus Rhede bei Bocholt. In meinem persönlichen Foto-Blog schreibe ich, wie der Name bereits vermuten lässt, über meine größte Leidenschaft, die Fotografie. Meine Lieblingsfotos zeige ich auch in meiner Fotogalerie kuntabunta.

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